Die verschiedenen Formen der Demenz

Demenz hat viele Formen und ihre Ursachen können ganz unterschiedlicher Natur sein. Sie werden entweder durch verschiedene Erkrankungen der Nervenzellen oder durch bestimmte Stoffwechselbedingungen verursacht.
Es gibt weit mehr als 50 verschiedene Demenzformen.
Zu den am häufigsten auftretenden Demenzformen gehören:

  • Die Alzheimer Demenz
  • Die Vaskuläre Demenz
  • Die Lewy-Body-Demenz
  • Die Frontotemporale Demenz

Alzheimer Demenz

Der Name der Erkrankung geht auf den deutschen Arzt Alois Alzheimer zurück, der die Erkrankung im Jahr 1906 erstmals wissenschaftlich beschrieb.

Alzheimer ist die häufigste Form der Demenzen, denn beinahe zwei Drittel aller Demenzkranken sind von dieser Diagnose betroffen.

Alzheimer ist eine allgemeine Bezeichnung für den langsam fortschreitenden Verlust des Gedächtnisses und anderer intellektueller Fähigkeiten.

Zum Krankheitsbild „Alzheimer“ gehören Symptome wie Gedächtnis- und Orientierungsstörungen, Sprachstörungen, Störungen des Denk- und Urteilsvermögens sowie Veränderungen der Persönlichkeit.

Diese Störungen des Gedächtnisses und der geistigen Leistungsfähigkeit führen dazu, dass die Verrichtung alltäglicher Aufgaben beeinträchtigt und die Bewältigung des normalen Alltagslebens immer schwieriger wird.

Alzheimer tritt meistens bei Menschen auf, die weit älter als 65 Jahre sind. Es ist aber auch bekannt, dass deutlich jüngere Menschen (unter 50 Jahre) daran erkranken. Alzheimer ist bisher nicht heilbar. Angepasste Behandlungs- und Therapieansätze können jedoch den Verlauf der Krankheit und das Verschlechtern der Demenz-Symptome hinauszögern.  Die Erkrankten und ihre Angehörigen gewinnen dadurch wertvolle Lebenszeit und Lebensqualität.

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Vaskuläre Demenz

Als vaskuläre Demenzen bezeichnet man die Formen der Demenz, die sich aufgrund von Durchblutungsstörungen im Gehirn entwickeln und zum Absterben von Nervenzellen führen. Wie ausgeprägt die Demenz ist, hängt vom Ausmaß der Durchblutungsstörungen des Gehirns ab.

Nach der Alzheimer Demenz treten die vaskulären Demenzen als zweithäufigste Demenzform auf.

Der Beginn der vaskulären Demenz ist oft schleichend, das Fortschreiten allmählich.

Im Vordergrund stehen nicht die Gedächtnisstörungen, sondern Symptome wie Denkschwierigkeiten, Verlangsamung des Denkprozesses, Bewegungs- und Koordinationsschwierigkeiten und Stimmungslabilität.

Die vaskuläre Demenz ist nicht heilbar. Das Erkennen und Behandeln von Risikofaktoren, wie Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Blutzucker, hoher Cholesterinspiegel, Übergewicht, Bewegungsmangel und Rauchen sollte Teil einer vorbeugenden Therapie sein und kann den Verlauf positiv beeinflussen.

Lewy-Body-Demenz

Ähnlich wie bei der Alzheimer Demenz findet man auch bei der Lewy-Body-Demenz eine Form von Eiweißablagerungen in den Gehirnzellen, die die Signalweitergabe der Informationen zwischen den Nervenendigungen beeinflussen und somit zu schleichenden Ausfallerscheinungen führen.

Schon ab einem sehr frühen Stadium gehören zum Krankheitsbild der Lewy-Body-Demenz Symptome wie optische und akustische Sinnestäuschungen, Bewegungsstörungen, starke Schwankungen der geistigen Leistungsfähigkeiten und der Aufmerksamkeit, Schlafstörungen, Traumschlaf und Depressionen. Darüber hinaus treten bei der Lewy-Body-Demenz ähnliche Symptome wie bei der Parkinson-Erkrankung auf. Es sind dies erhöhte Muskelspannung und Muskelsteifigkeit, langsame Bewegungen und ein unwillkürliches starkes Zittern der Hände.

Die Lewy-Body-Demenz ist nicht heilbar.

Frontotemporale Demenz (Pick-Krankheit):

Bei der Frontotemporalen Demenz (FTD) handelt es sich um ein „Absterben“ von Nervenzellen im Stirn- und Schläfenbereich (Fronto-Temporal-Lappen) des Gehirns. Dieser Hirnbereich kontrolliert die Gefühle und das erlernte Sozialverhalten.

Am Anfang der Erkrankung zeigen die Betroffenen demnach nicht gleich die demenztypischen Symptome wie Gedächtniseinbußen oder Störungen der geistigen Leistungsfähigkeit. Es zeigen sich eher Symptome wie ungewohnte Aggressivität, Taktlosigkeit, maßloses Essen, aber auch Teilnahmslosigkeit oder gar Verwahrlosung.

Diese extreme Veränderung der Persönlichkeit des Betroffenen führt beim Angehörigen zu einer großen Belastung und Herausforderung im Alltag. Eine medikamentöse Behandlung der Symptome kann dazu beitragen, die Verhaltensauffälligkeiten zu mildern und somit den Angehörigen zu entlasten. Von der Frontotemporalen Demenz sind meistens Menschen im Alter zwischen 50 und 60 Jahren betroffen.