GetBrainHealthy
GetBrainHealthy ass eng Initiativ vun der Universitéit Lëtzebuerg, finanzéiert vum Fonds National de la Recherche, déi d’Gehiergesondheet an de Fokus setzt. D’Zil ass et, Wëssen iwwert d’Gehier op eng zougänglech Manéier un d’Bevëlkerung weiderzeginn, gängeg Neuromythen ze entkräften an ze weisen, wéi alldeeglech Gewunnechten – z. B. Beweegung, Schlof, sozial Kontakter oder mental Aktivitéit – zu enger gudder Gehiergesondheet bäidroen.
Am Kader vu GetBrainHealthy gëtt eng wëssenschaftlech Ëmfro duerchgefouert. Si beschäftegt sech domat, wat Mënschen iwwer Gehiergesondheet wëssen, wéi si se am Alldag verstoen a wéi eng Gewunnechten si hunn. D’Participatioun ass fräiwëlleg an anonym an dauert 10 Minuten. D’Resultater ginn benotzt, fir Fuerschung zur Gehiergesondheet virunzedreiwen a fir Sensibiliséierungs a Preventiounsprogrammer besser un d’Bedierfnesser vun der Bevëlkerung unzepassen. Zesumme fir d’Gehirgesondheet – maacht mat!
Survey: https://ulsurvey.uni.lu/index.php/744747?lang=en
Website: https://getbrainhealthy.org/luxembourg/
B.R.A.I.N.P.O.W.E.R2.
Was kann ich tun, um die Gesundheit meines Gehirns zu schützen?
Autoren: Dr. Laure Pauly und Prof. Anja Leist, Initiative GetBrainHealthy der Uni Luxemburg
Diese Frage taucht in unseren Workshops, Gesprächen und sogar bei alltäglichen Begegnungen immer wieder auf. Sie zeigt vor allem eines: Menschen wollen aktiv etwas für ihr Gehirn tun – sie wissen nur oft nicht, wo sie anfangen sollen.
Genau aus diesem Grund haben wir die von der Wissenschaft als besonders wichtig identifizierten Lebensstilfaktoren zu einem leicht merkbaren Akronym zusammengefasst. Dafür braucht man weder Vorwissen noch komplizierte Theorie.
Unsere Antwort lautet: B.R.A.I.N.P.O.W.E.R2.
B – Bewegung
Bewegung tut nicht nur dem Körper gut. Schon kurze Aktivität sorgt für einen schnellen „Brain-Boost“: Glücks- und Aktivierungsstoffe wie Dopamin, Noradrenalin und Endorphine verbessern sofort Stimmung, Konzentration und geistige Leistung. Auch langfristig stärkt regelmäßige Bewegung das Gehirn und senkt sogar das Demenzrisiko.
Denken Sie daran: Sie müssen dafür keinen Marathon laufen, jeder Schritt zählt. Bauen Sie kleine Wege bewusst ein: etwas weiter weg parken, die Treppe nehmen oder einen kurzen Spaziergang nach dem Kaffeetreffen vorschlagen.
R – Reduzieren von Zucker, Salz und ungesunden Fetten
Was wir essen, wirkt sich direkt auf unser Gehirn aus. Zu viel Zucker, Salz und ungesunde Fette können die Blutgefäße im Gehirn schädigen, Entzündungen fördern und das Risiko für Schlaganfall und Demenz erhöhen.
Denken Sie daran: Wir empfehlen mehr naturbelassene Lebensmittel, weniger zuckerhaltige Getränke, bewusst eingesetzte gesunde Fette und ein maßvoller Umgang mit Salz. Ebenso wichtig sind regelmäßige Gesundheits‑Check‑ups, da Werte wie Cholesterin, Blutdruck, Gewicht und Diabetesrisiko eng mit der geistigen Leistungsfähigkeit verbunden sind.
A – Alkohol und Tabak vermeiden
Alkohol und Tabak beschleunigen die Alterung des Gehirns, erhöhen das Risiko für Demenz und schädigen Blutgefäße sowie Nervenzellen. Auch kleine Mengen Alkohol sind nicht risikofrei, und sowohl Rauchen als auch E‑Zigaretten beeinträchtigen nachweislich die Gehirnstruktur und Informationsverarbeitung.
Denken Sie daran: Je weniger Alkohol und je früher der Rauchstopp, desto besser für Ihr Gehirn.
I – Interaktion
Einsamkeit belastet das Gehirn: Sie erhöht Stress, fördert Entzündungen, schwächt Gedächtnisregionen und beschleunigt kognitive Abbauprozesse. Gleichzeitig verschlechtert sie häufig Bewegung, Ernährung, Schlaf und Stimmung. Die gute Nachricht: Aktive soziale Kontakte wirken dem entgegen und gehören zu den stärksten Schutzfaktoren für Ihr Gehirn.
Denken Sie daran: Pflegen Sie Ihre Beziehungen bewusst, treffen Sie Menschen mit ähnlichen Interessen, halten Sie Kontakt und bleiben Sie mit Menschen verbunden, die Ihnen guttun.
N – Nachtruhe
Schlaf bedeutet nicht „abschalten“. Das Gehirn arbeitet nachts fleißig. Die meisten Erwachsenen brauchen dafür etwa 7–9 Stunden guten Schlaf. Zu wenig oder schlechter Schlaf beeinträchtigt Konzentration und Stimmung und steht langfristig im Zusammenhang mit einem höheren Risiko für neurodegenerative Erkrankungen.
Denken Sie daran: Wir sollten Schlaf als festen Bestandteil der Gehirnpflege behandeln. Hilfreich sind: feste Schlafenszeiten einhalten, abends Bildschirme reduzieren, schwere Mahlzeiten sowie spätes Koffein und Alkohol vermeiden und eine ruhige, kühle, dunkle Schlafumgebung schaffen.
P – Passen Sie auf Ihren Kopf auf
Unser Gehirn ist ein sehr empfindliches Organ. Obwohl es durch den Schädel und eine schützende Flüssigkeit abgefedert wird, kommen Kopfverletzungen häufig vor, besonders bei Verkehrsunfällen oder bestimmten Sportarten wie Radfahren, Reiten, Boxen oder Kitesurfen.
Denken Sie daran: Ein Helm ist eine einfache und sehr wirksame Maßnahme, um das Risiko für Kopfverletzungen deutlich zu verringern – und eine wilde Frisur nach dem Helmtragen ist der Beweis für einen gehirngesunden Lebensstil!
O – Ohren und Augen schützen
Weltweit haben viele Menschen, auch Jüngere, Hörbeeinträchtigungen. Lärm, laute Musik über Kopfhörer können das Gehör dauerhaft schädigen. Sinnesverlust kann indirekt die Gesundheit des Gehirns beeinträchtigen, weil es die Verarbeitung von Reizen erschwert und soziale Situationen anstrengender macht. Das kann zu Rückzug und Einsamkeit führen. Faktoren, die wiederum das Gehirn belasten. Ähnliches gilt für Sehprobleme: Wenn wir schlechter sehen, wird der Alltag geistig anstrengender.
Denken Sie daran: Schützen Sie Ihr Gehör vor Lärm, nutzen Sie Hörhilfen bei Bedarf und achten Sie ebenso auf die Sehkraft. Die Sinne sind ein wichtiger Teil der Gehirngesundheit
W – Wohlbefinden & Mentale Gesundheit
Stress, Depression, Angst oder andere psychische Belastungen beeinträchtigen nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch das Denken, Konzentration und Entscheidungen. Psychische Erkrankungen erhöhen zudem das Risiko für Demenz.
Denken Sie daran: Achten Sie auf Ihre mentale Gesundheit. Suchen Sie Unterstützung, wenn Sie über längere Zeit hinweg niedergeschlagen sind oder wenig Freude empfinden.
E – Erlernen
Das Gehirn bleibt ein Leben lang formbar. Mentale Aktivitäten, Lesen, Neues lernen, Sprachen, Spiele, Diskussionen oder neue Erfahrungen, stärkt die Neuroplastizität und baut kognitive Reserve auf – ein Schutzpolster gegen Abbau im Alter.
Denken Sie daran: Vielfalt zählt. Bleiben Sie neugierig, fordern Sie sich regelmäßig heraus und machen Sie geistige Aktivität zu einem freudigen Teil des Alltags.
R – Reine Luft
Luftverschmutzung beeinflusst nicht nur die Lunge, sondern auch das Gehirn. Feinstaub kann Entzündungen auslösen, Nervenzellen schädigen und das Risiko für Demenz erhöhen.
Denken Sie daran: Auch wenn politische Maßnahmen entscheidend sind, können Sie Ihre Belastung und die Ihrer Lieben reduzieren, z. B. durch weniger verschmutzende Transportmittel und besondere Vorsicht in Schwangerschaft und früher Kindheit.
R – Reduzieren von Bildschirmzeit
Digitale Medien gehören zum Alltag, können aber bei übermäßigem Gebrauch Aufmerksamkeit, Schlaf und Stimmung beeinträchtigen. Ständiges Multitasking belastet das Gehirn, besonders bei Kindern.
Denken Sie daran: Nutzen Sie die digitale Technologie bewusst. Wählen Sie Inhalte, die bereichern, statt zu überreizen. Machen Sie den Test und fragen sich nach der Bildschirmzeit, wie es Ihnen geht.
B.R.A.I.N.P.O.W.E.R2.-Gewohnheiten und andere Lebensstilmaßnahmen können auch dann hilfreich sein, wenn bereits eine Hirnerkrankung besteht. Sie unterstützen das Wohlbefinden, helfen, wichtige Funktionen länger zu erhalten und reduzieren zusätzliche Risikofaktoren, ersetzen jedoch keine medizinische Behandlung. Größere Veränderungen, zum Beispiel hinsichtlich Bewegung, Ernährung oder Nahrungsergänzung sollten immer mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden.
Insgesamt gilt: Gehirngesundheit ist formbar. Tägliche Entscheidungen können das Gehirn langfristig stärken. Schon wenige B.R.A.I.N.P.O.W.E.R2.-Gewohnheiten im Alltag können viel bewirken – kleine Schritte summieren sich.
Für mehr Informationen besuchen Sie unsere Webseite und registrieren Sie sich für unsere kostenlosen Workshops: https://getbrainhealthy.org/luxembourg. Folgen Sie uns auch auf Instagram unter getbrainhealthy_org.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich 15 Minuten Zeit nehmen und unsere Umfrage zur Gehirngesundheit ausfüllen: https://ulsurvey.uni.lu/index.php/744747?lang=en. Werden Sie Teil der Bewegung.
Ein Verzeichnis der wissenschaftlichen Studien findet sich auf: GetBrainHealthy. (2026, March 12). Mind your B.R.A.I.N.P.O.W.E.R. – GetBrainHealthy.
